Im Visier: Fanny Bender

In unserer Reihe „Im Visier“ stellen wir regelmäßig Mitglieder von N3GZ mit einem kleinen Fragebogen vor.

Heute lernen wir Fanny Bender vom Dienstleister XIMA Formcycle kennen.


Wer bist du und wie hast du mit dem Thema Digitale Verwaltung zu tun?

Huhu, ich bin die Fanny. Meine Welt besteht seit ein paar Jahren gefühlt nur aus Onlineformularen. Ich arbeite für eine Formularsoftwarefirma und betreue unsere Kunden in der öffentlichen Verwaltung bei der Transformation ihrer eingestaubten Papierformulare und Antragsprozesse ins Digitale.

Wie erklärst du deiner Oma, was du machst?

Ich sorge dafür, dass die Leute keine Papierformulare mehr ausfüllen müssen, sondern das direkt im Internet über ihren Computer machen können. Das spart Zeit, weil keiner meine Angaben nochmal abtippen muss. Und wir kriegen dann auch viel schneller eine Rückmeldung vom Amt. Ich weiß, immer dieses Internet… verrücktes Ding!

Wie bist du zur Digitalen Verwaltung gekommen?

Ich kam damals aus dem Medienbereich in meine aktuelle Firma. Viele unsere Kunden kommen aus der öffentlichen Verwaltung und so hatte ich das erste Mal Kontakt mit Verwaltungsarbeit und dem Thema Digitalisierung der Verwaltung. Ich war von Anfang an gehooked. Ich wusste hier geht es um ein Thema, was mich nicht nur beruflich interessiert, sondern auch mich als Bürgerin in Deutschland.  

Was begeistert dich im Themenfeld so richtig?

Ich finde es wahnsinnig spannend bei dem aktuellen Umbruch dabei zu sein. Hier werden Denkstrukturen, Arbeitsweisen, Prozesse, Regeln und teilweise Gesetze völlig umgewälzt und neu gedacht. So kräftezehrend und mühsam das auch sein mag, ich bin sehr froh mitten drin zu sein. Außerdem bin ich überzeugt, dass durch die Digitalisierung vieles einfacher und näher am Kunden bzw. Bürger gestaltet werden kann. 

Was frustriert dich bei der Digitalen Verwaltung?

Puhh… Manchmal kann das Thema wirklich sehr nervenzerrend sein. Ich bin ein ungeduldiger Typ und bei der Verwaltung muss man oft sehr geduldig sein. Außerdem nervt es mich, dass die Wichtigkeit des Themas bzw. auch die Möglichkeit für etwas Neues immer noch von den Vorgesetzten und Entscheidern bei den einzelnen Kommunen abhängt. Ich wünschte auch alle würden mehr an einem Strang ziehen, statt sich an kleinen Problemen und persönlichen Befindlichkeiten aufzuhängen. Manche Bundesländer scheinen das Ganze als Wettbewerb zu sehen – welches Bundesländer ist schneller und besser in der Umsetzung. Schade eigentlich. Ich denke, dass Austausch, Zusammenarbeiten und Kooperieren wichtige Erfolgsfaktoren sein werden.

Was war in letzter Zeit dein größter E-Gov-Aha-Moment und warum?

Ich glaube, dass die Ausnahmesituation durch Corona viel Spannendes mitbringt. Das Thema Digitalisierung bekommt richtig Schwung. Und es ist ein neues Buzzword hinzugekommen, warum digitale Prozesse besser sind – sie sind kontaktlos. Das überzeugt hoffentlich die letzten Digitalisierungs-Skeptiker noch von den Vorteilen.

Was ist für dich eine innere Referenz für Digitale Verwaltung und warum?

Für Inspiration schaue ich gerne nach, was in anderen Ländern auf der Welt im Bereich E-Government schon funktioniert. 

Welche Frage würdest du den E-Government-Entscheidern unseres Landes gerne mal stellen?

Wie unterstützen Sie die 11.000 Gemeinden in Deutschland, die jetzt alle mit der OZG-Umsetzung konfrontiert werden?

Welche „Maschine“ sollte unbedingt für digitale Verwaltung von morgen erfunden werden?

So eine Karte oder ähnliches, um sich online authentifizieren und rechtssicher unterschreiben zu können, wäre ganz toll. 😉 Die müsste dann natürlich auch mit allen angebotenen Services funktionieren und sollte mich nichts kosten.

Warum bist du bei N3GZ dabei?

Ich liebe den Austausch mit den Mitgliedern, die alle genau so sehr wie ich für das Thema egovernment brennen. Im Netzwerk kommen wir aus den verschiedensten Bereichen zusammen. So komme ich immer wieder auf ganz neue Themen und Inspirationen.

An welches schönes N3GZ-Erlebnis erinnerst du dich gerne?

Ich bin durch Peter Kuhn zu N3GZ gekommen. Wir haben uns bei seinem Workshop „Onlineformulare sind gut, keine Formulare sind besser“ kennengelernt. Ich beschäftige mich jeden Tag mit Onlineformulare, ich war also entsprechend sehr neugierig aber auch skeptisch. Peter hat mich dann überzeugt von seinem Ansatz für seine Vision von der digitalen Verwaltung. Es folgten tolle Kneipenabend und Workshoptage mit dem Netzwerk. Und ich freue mich immer, einige Mitglieder bei Veranstaltungen wie z.B. der Smart Country Convention zu treffen, wo der Durchschnittsbesucher eher Ü40 ist und schwarzen Anzug trägt. 😉


Mehr über Fanny und ihre Arbeit erfährst du in ihren Beiträgen auf dem Blog von Formcycle – oder du vernetzt dich direkt mit ihr auf Xing oder mit @fbenderdigital auf Twitter.

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