Im Visier: Vivien Voss

In unsere Rubrik „Im Visier“ stellt sich jede Woche ein N3GZ-Mitglied anhand eines kurzen Fragebogens vor.

Diese Woche lernen wir Vivien Voss vom Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften der Uni Kiel näher kennen.


Wer bist du und wie hast du mit dem Thema Digitale Verwaltung zu tun?

Ich arbeite als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften in Kiel. Dort beschäftigen wir uns viel mit den Themen Digitale Verwaltung und Digitaler Staat – vordergründig aus juristischer Perspektive.

Wie erklärst du deiner Oma, was du machst?

Meine Großeltern wohnen auf dem Land, sind über 90 Jahre alt und haben keinen Internetanschluss – da fällt das nicht gerade leicht! Ich würde vielleicht sagen, dass ich mich zusammen mit vielen anderen darum kümmere, dass man für einen Antrag bei Behörden nicht mehr 10 Kilometer in die nächste Stadt fahren muss.

Wie bist du zur Digitalen Verwaltung gekommen?

Eher zufällig. Alles begann, als ich im Vorbeigehen eine Ausschreibung für eine Hiwi-Stelle am Lorenz-von-Stein-Institut las…

Was begeistert dich im Themenfeld so richtig?

Vor allem die Interdisziplinarität. Es genügt nicht, nur die juristische, die sozialwissenschaftliche oder die informationstechnologische Perspektive einzunehmen. Man lernt also stets etwas Neues und kann sich kaum auf Kenntnissen ausruhen, die man im Studium erworben hat.

Was frustriert dich bei der Digitalen Verwaltung?

Die hohe Komplexität und die daraus erwachsene Unsicherheit bei den Beteiligten. Zudem einige Blüten des Föderalismus in Deutschland. Ich glaube, Föderalismus ist wichtig und funktioniert oft ganz gut bei uns. Aber er wird zu häufig als Ausrede für Misserfolge bei der digitalen Verwaltung eingesetzt.

Was war in letzter Zeit dein größter E-Gov-Aha-Moment und warum?

Nächste Frage? 😃

Welcher Kulturinhalt ist für dich eine innere Referenz für Digitale Verwaltung und warum?

Ich könnte mir vorstellen, dass sich der Bürger im heutigen Verwaltungsdschungel manchmal fühlt wie der Protagonist in einem Kafka-Roman…😉 Es ist also eher eine Referenz dafür, weshalb wir dringend bessere digitale Angebote der Verwaltung brauchen.

Welche Frage würdest du den E-Government-Entscheidern unseres Landes gerne mal stellen?

Wie soll die Verwaltung das Onlinezugangsgesetz umsetzen, wenn größtenteils noch mit Papierakten gearbeitet wird? Und was kommt eigentlich nach dem OZG?

Welche „Maschine“ sollte unbedingt für digitale Verwaltung von morgen erfunden werden?

Ein Automat, der erkennt, an welchen Stellen Gesetzesänderungen aufgrund der Digitalisierung notwendig werden, wäre sicherlich nicht schlecht…

Warum bist du bei N3GZ dabei?

Ich denke, gerade bei einem so interdisziplinären Thema ist der fachliche Austausch wichtig und dafür bietet das N3GZ eine gute Plattform.

An welches schönes N3GZ-Erlebnis erinnerst du dich gerne?

Ich habe letztes Jahr am Gründungsworkshop in Münster teilgenommen – das war ein spannender und erfahrungsreicher Austausch.


Neugierig geworden? Dann schreibe Vivian am besten eine Email!

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