Im Visier: Lisa Schmechel

In unserer Rubrik „Im Visier“ stellen sich regelmäßig N3GZ-Mitglieder anhand eines kleinen Fragebogens vor. Diese Woche ist Lisa Schmechel von der init AG an der Reihe.

Wer bist du und wie hast du mit dem Thema Digitale Verwaltung zu tun?

Ich bin Lisa und arbeite als Beraterin für den öffentlichen Sektor bei der Agentur ]init[. Dort beschäftigen wir uns zurzeit vorwiegend mit dem Thema Onlinezugangsgesetz. Mein Aufgaben sind bunt gemischt: Ich schreibe fachliche Texte, gebe Workshops, erhebe Anforderungen, übernehme organisatorische Aufgaben und unterstütze das Wissensmanagement.

Wie erklärst du deiner Oma, was du machst?

Ich arbeite daran, Formulare vom Amt verständlicher zu machen.

Wie bist du zur Digitalen Verwaltung gekommen?

So wie es glaube ich vielen in der Uni geht, von Hölzchen auf Stöckchen.

Angefangen vom Interesse an der EU, über Außenwissenschaftspolitik und Innovationen, schließlich zur Digitalen Verwaltung. Im Master habe ich National and International Administration and Policy an der Uni Potsdam studiert. Es gab leider wenig Kurse zu dem Thema, aber getreu dem Motto „Was nicht passt, wird passend gemacht“ habe ich trotzdem fast jede Seminararbeit über E-Government geschrieben.

Was begeistert dich im Themenfeld so richtig?

Wenn Bürger:innen, die einen Prototyp testen, begeistert sind, steckt mich das auch an. Die Übersetzung in ein fertiges Produkt steht dann noch aus, aber zu sehen, dass man auf dem richtigen Weg ist, ist sehr schön.

Was frustriert dich bei der Digitalen Verwaltung?

Als Nutzerin frustriert es mich, dass es oft Dienste gibt, die schon online sind, die dann aber auf Grund irgendeiner Sache nicht funktionieren. Manchmal sind die Gründe technisch, manchmal ist der spezifische Fall, den man hat, nicht im System abgebildet. Aus der Arbeit weiß ich dann natürlich, dass es eine Herausforderung ist, gleichzeitig allgemein, aber dabei auch für jeden Spezialfall zu entwickeln. In dem Moment ärgere ich mich trotzdem.

Was war in letzter Zeit dein größter E-Gov-Aha-Moment und warum?

Schon ein bisschen her, aber diesen Artikel über die Nutzung von Personas im Kontext Barrierefreiheit fand ich sehr aufschlussreich: Using persona profiles to test accessibility

Welches Spiel ist für dich eine innere Referenz für Digitale Verwaltung und warum?

Das Spiel Bureaucracy von Douglas Adams. Ist zwar nicht über die Digitale Verwaltung, aber über die Verwaltung und dabei digital. Ist von 1987, hat jedoch an Relevanz nichts verloren 😉 Ist spielbar im Internet: https://archive.org/details/msdos_Bureaucracy_1987

Welche Frage würdest du den E-Government-Entscheidern unseres Landes gerne mal stellen?

Welche organisatorischen Strukturen im Bereich E-Governance würden Sie ändern wollen, und wie sollten sie stattdessen aussehen?

Welche „Maschine“ sollte unbedingt für digitale Verwaltung von morgen erfunden werden?

Ich fände es schön, eine Art Plugin wie Grammarly zu haben, das für Verwaltungstexte verständlichere Texte vorschlägt, oder Gesetzestexte übersetzt. Das wäre aber nur eine Bekämpfung des Symptoms statt des eigentlichen Problems. Zum Glück gibt es Bestrebungen die Kommunikation von Grund auf zu verbessern, die sollten aber noch mehr in die Breite kommen.

Warum bist du bei N3GZ dabei?

Zum einen lernen ich einfach gern fachlich dazu, zum anderen finde ich es motivierend, andere Leute kennen zu lernen, die sich auch für das Thema Digitale Verwaltung begeistern.

An welches schönes N3GZ-Erlebnis erinnerst du dich gerne?

Das erste Young Professionals Meetup in Berlin, was schon gut besucht war. Freue mich, dass das Netzwerk immer weiter wächst.


Du willst mehr über Lisa erfahren? Folge und schreibe ihr auf LinkedIn oder auf Twitter als @lisa_schmechel

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