Im Visier: Teresa Ritter

Wer bist du und wie hast du mit dem Thema Digitale Verwaltung zu tun?

Ich bin Teresa, 30 Jahre alt, wohne in Berlin und bin seit nunmehr gut 4 Jahren mit dem Thema „Digitalisierung“ verbandelt. Heute arbeite ich in der zur RAG-Stiftung gehöhrenden Beteiligungsgesellschaft (RSBG SE), die insbesondere in mittelständische Unternehmen investiert, deren Lösungen und Produkte einen Mehrwert für den digitalen Sektor bieten. Neben der Sicherstellung der Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben ist ein kleiner aber feiner Nebeneffekt davon, dass innovative digitale Technologien in Deutschland bleiben und nicht von ausländischen Investoren aufgekauft werden.

Als Bereichsleiterin Sicherheitspolitik im Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) lag mein Fokus zuvor insbesondere auf den Bereichen IT- und Cybersicherheit. Außerdem habe ich mich gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen für die Digitalisierung von Bundeswehr und Sicherheitsbehörden eingesetzt.

Wie erklärst du deiner Oma, was du machst?

Wir geben mittelständischen Unternehmen Geld und unterstützen sie dabei, ihre innovativen Lösungen auch für unsere Verwaltungen nutzbar zu machen.

Wie bist du zur Digitalen Verwaltung gekommen?

Tatsächlich eher durch Zufall. Nach vier Jahren als Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten, war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und landete beim Bitkom. Dort lernte ich schnell das Megathema Digitalisierung lieben. Dass davon noch relativ wenig in unseren Verwaltungen zu sehen ist, stellte ich ebenfalls recht zügig fest. Umso mehr Ansporn das zu ändern.

Was begeistert dich im Themenfeld so richtig?

Das enorme Potential Dinge zum Positiven zu verändern. Es geht ja nicht nur darum bestehende Prozesse zu digitalisieren, sondern diese von Grund auf neu zu denken. Alte Denkmuster, hierarchische Strukturen, ewige Entscheidungsprozesse und ständiges „sich im Kreis drehen“ könnten damit Geschichte sein. Der Mehrwert wäre enorm: Schnellere Entscheidungen durch weniger bürokratische Hürden und flachere Hierarchien. Außerdem mehr Vielfalt und Diversität unter den Mitarbeit:innen und damit mehr Reichtum an guten und innovativen Ideen für unser Land. Das sollte Grund genug für unsere Begeisterung sein.

Was frustriert dich bei der Digitalen Verwaltung?

Dass sie von so vielen unterschiedlichen Komponenten abhängig ist und deshalb nur sehr schleppend vorankommt. Einzelne Personen, festgefahrene Strukturen, veraltete Prozesse und Arbeitsweisen, Finanzierung und auch politische Couleur bestimmen das Tempo.

Was war in letzter Zeit dein größter E-Gov-Aha-Moment und warum?

Das Interview von N3GZ-Mitglied Antonia Schmidt und dem neuen Bundes-CIO. Wenn nur ein wenig von der Dynamik, dem Esprit und der Motivation aus dem Video bei allen Entscheidungsträger:innen UND ihren Mitarbeiter:innen ankommt, sehe ich hoffnungsvoll in die Zukunft.  

Welche Frage würdest du den E-Government-Entscheidern unseres Landes gerne mal stellen?

Welchen Service würden Sie selbst am liebsten gleich heute schon nutzen?

Welche „Maschine“ sollte unbedingt für digitale Verwaltung von morgen erfunden werden?

Ich weiß „Thinking Big“… Aber ich würde ihnen schon eine gute Kaffeemaschine gönnen.

Warum bist du bei N3GZ dabei?

Einen interdisziplinären Austausch zu wichtigen Themen halte ich für sehr gewinnbringend. Genau das bietet N3GZ. Das Netzwerk vereinigt junge Expert:innen aus den unterschiedlichsten Bereichen – alle mit dem Ziel die Digitale Verwaltung voranzubringen.

An welches schönes N3GZ-Erlebnis erinnerst du dich gerne?

Mein einziges aber dafür wirklich herausragendes Ereignis, war ein Treffen mit @bthapa bei Zola in Neukölln. Neben der leckeren Pizza konnte ich alle meine Fragen zu N3GZ loswerden. Das war sehr erkenntnisreich und hat Spaß gemacht. Und nun bin ich sehr gespannt auf alles was kommt.


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