Im Visier: Florian Lemke

In unserer Reihe „Im Visier“ stellen sich regelmäßig Mitglieder unsere Netzwerkes vor. Heute beantwortet Florian Lemke vom Beratungsunternehmen Capgemini unseren Fragebogen.

Wer bist du und wie hast du mit dem Thema Digitale Verwaltung zu tun?

Moin, ich bin Florian Lemke und ich bin hauptberuflich Lead Business Analyst bei Capgemini im Public Sektor in Berlin und Experte für das Onlinezugangsgesetz für Bund und Länder. Ich habe einen sehr internationalen Studienverlauf hinter mir, der mich über Kanada, Deutschland, Südkorea, Estland und schlussendlich bis in die VR China gebracht hat. Ich bin studierter Politik- und Verwaltungswissenschaftler und habe als erster Deutscher einen M.Sc. Eng. in e-Governance Technologies and Services an der TalTech in Estland absolviert. Als IT-Berater, Dozent und Doktorand beschäftige ich mich sowohl strategischen als auch technischen Fragen der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland und Europa.

Wie erklärst du deiner Oma, was du machst?

Bereits mein Studienfach war nie ganz einfach zu erklären. Ich habe es immer mit dem Begriff „elektronischer Regierungsführung“ versucht. Das führte jedoch zumeist auch zu Momenten des Innehaltens.

Wie bist du zur Digitalen Verwaltung gekommen?

Ich brenne für die Verwaltung, sie zu ertüchtigen, sie bürgerfreundlich und zukunftsfähig zu gestalten. Nach dem Studium der Verwaltungswissenschaft fragte mein Vater mich dann jedoch, wie ich damit mal eine Wohnung bezahlen könne. Ich fokussierte mich auf die Verwaltungsdigitalisierung und wurde Ingenieur – seitdem gab es keine Rückfragen mehr.

Was begeistert dich im Themenfeld so richtig?

Mobile Government, wie man die Verwaltung aufs Smartphone bekommt. Smart Government für smarte BürgerInnen! Die OZG-Umsetzung ist mein Steckenpferd.

Was frustriert dich bei der Digitalen Verwaltung?

Der Dashboard-Hype. Lasst uns doch noch ein Meta-Dashboard für die bereits bestehenden Dashboards bauen. [Ironie Ende.]

Was war in letzter Zeit dein größter E-Gov-Aha-Moment und warum?

Die Entscheidung für einen, dem Thema angemessenen, Bundes-CIO mit Drive, Verstand und Durchsetzungswillen!

Welche Frage würdest du den E-Government-Entscheidern unseres Landes gerne mal stellen?

Wann wird in Deutschland eine staatliche „Kaderschmiede“ für Digitale Verwaltung entstehen, die sowohl Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Beamten der Zukunft bündelt?

Warum bist du bei N3GZ dabei?

Weil ich einen fachlich-zukunftsfähigen Austausch mit GleichgesinntInnen führen möchte, mit jungen und modernen VerwaltungsdigitalisierInnen, die auch mal über den „Geschäftsbereich“ hinausdenken. Entfernt von Podien besetzt mit den „Ewiggestrigen.“

An welches schöne N3GZ-Erlebnis erinnerst du dich gerne?

Den Themenabend „Open Data: Datenschätze der öffentlichen Verwaltung“ und natürlich an unsere gemeinsamen Kneipenabende! Vorerst jedoch virtuell.


Cooler Typ? Dann folge seinen Gedankenströmen auf Twitter via @FlorianLemke.

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