Im Visier: Michael Fulde

In unserer Rubrik “Im Visier” stellen sich regelmäßig N3GZ-Mitglieder anhand eines Fragebogens vor.

Diese Woche lernen wir Michael Fulde von Next:Public kennen.

Wer bist du und wie hast du mit dem Thema Digitale Verwaltung zu tun?

Ich bin Michael, 27 Jahre jung und versuche die Verwaltung zu modernisieren und attraktiver zu gestalten, sodass junge Menschen wie du und ich Lust haben für den Öffentlichen Dienst zu arbeiten. Denn eine digitale Verwaltung ist nur so gut, wie das ihr zur Verfügung stehende Personal.

Wie erklärst du deiner Oma, was du machst?

Ich helfe der Verwaltung dabei fit für die Zukunft zu werden. Dazu schreibe ich Studien, führe Gespräche mit Verantwortlichen und entwickle immer wieder neue Ideen.

Wie bist du zur Digitalen Verwaltung gekommen?

Angefangen hat alles mit einem Volontariat bei der Prognos AG, als ich im Rahmen des Kongresses Digitaler Staat einen Bericht zur digitalen Verwaltung im föderalen Kontext mitgeschrieben habe. Das fand ich damals unglaublich spannend und ich war gleichzeitig ganz schön überrascht, an wie vielen Stellen es da Verbesserungspotential gibt.

Während meines Masterstudiums habe ich dann bei Next:Public angefangen das Thema Verwaltungsdigitalisierung über die Personalschiene, über Verwaltungskultur und Fähigkeiten kennenzulernen. Spätestens mit dem Nachwuchsbarometer, bin ich dann vollends überzeugt gewesen, dass es in dem Themenfeld so viele Aufgaben zu lösen gibt, bei denen ich Lust habe mitzuwirken.

Was begeistert dich im Themenfeld so richtig?

Die Verwaltung betrifft uns alle und wir haben ja gerade auch nochmal schmerzlich während der Corona-Pandemie gemerkt, wie wichtig eine digitale Verwaltung für unsere Leistungserbringung ist. Ich habe einfach Lust da mit anzupacken und Ideen mit auf den Weg zu bringen, wie sich der Öffentliche Dienst moderner aufstellen kann.

Was frustriert dich bei der Digitalen Verwaltung?

Der fehlende Mut zur Umsetzung. Anstatt an ein Problem heranzugehen und zu sagen „jede digitale Lösung ist erstmal besser als keine Lösung“ versucht man, das perfekte Produkt zu entwickeln. Einfach mal etwas digital anbieten und dann nachbessern wäre oft die bessere Variante und würde auch zu mehr spürbaren positiven Nutzererfahrungen führen.

Was war in letzter Zeit dein größter E-Gov-Aha-Moment und warum?

Ich habe das Gefühl, dass gerade in den letzten Monaten in vielen Bereichen ein starker Wille zu spüren war, die digitale Verwaltung voranzubringen. Das kann ich nicht auf einen einzigen Moment herunterbrechen, aber das fängt an bei einem kommunikativen Bundes-CIO, der mit ehrgeizigen Zielen angetreten ist, einer Community, die sich engagiert zeigt und auch zusätzlichen finanziellen Ressourcen die gerade bereitgestellt werden.

Welches Buch ist für dich eine innere Referenz für Digitale Verwaltung und warum?

Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Klingt etwas altbacken aber einerseits da ist sicherlich der Klassiker der Verwaltungsliteratur zu nennen: Max Webers “Wirtschaft und Gesellschaft”. Ein Buch das viele wichtige Denkanstöße beinhaltet, die man auf die heutige Situation gemünzt berücksichtigen sollte.

Deutlich moderner kommt dagegen das Buch Neustaat um die Ecke. Da sind ein paar ganz gute Ansätze drin, die uns bestimmt in den kommenden Jahren begleiten werden!

Welche Frage würdest du den E-Government-Entscheidern unseres Landes gerne mal stellen?

Wenn Sie alles machen könnten, was Sie wollen, wie würden Ihre digitale Verwaltung 2030 aussehen?

Welche „Maschine“ sollte unbedingt für digitale Verwaltung von morgen erfunden werden?

Die Mutmacher-Maschine: Wie ‘ne Espressomaschine aus der Mut rauskommt! 😊

Warum bist du bei N3GZ dabei?

Weil ich den Austausch und die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten schätze.

An welches schöne N3GZ-Erlebnis erinnerst du dich gerne?

Als ich den Nachwuchsbarometer Öffentlicher Dienst präsentieren, viele gute Impulse dazu mitnehmen durfte und einmal mehr erfahren habe, wie viele junge Leute Lust haben etwas Gutes für unsere Verwaltung zu tun.


Du willst mehr von Michael hören? Folge ihm auf Twitter unter @m_fulde!

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