Christine Prokop

Im Visier: Christine Prokop

Mit der neuen Blogreihe „Im Visier“ stellen wir regelmäßig ein N3GZ-Mitglied mithilfe eines kleinen Fragebogens vor.

Den Anfang macht Christine Prokop von der Uni Oldenburg:

Wer bist du und wie hast du mit dem Thema Digitale Verwaltung zu tun?

Ich bin derzeit Postdoc an der Universität Oldenburg. Promoviert habe ich in der Verwaltungswissenschaft, nenne einen sozialwissenschaftlichen Hintergrund mein Eigen und habe eine berufliche Vergangenheit als Betriebswirtin. Ich forsche unter anderem dazu, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung und Bürger hat.

Wie erklärst du deiner Oma, was du machst?

Ich forsche und schreibe darüber Artikel, unterrichte Studierende an der Uni und reise durch Deutschland, Europa und die Welt, um mich mit anderen Wissenschaftlern über all das auszutauschen.

Wie bist du zur Digitalen Verwaltung gekommen?

In meiner Forschung untersuche ich das Verhalten und die Einstellungen von öffentlich Beschäftigten. Was ist besonders an ihnen? Auf welche Weise wirkt diese Besonderheit auf die Aufgabenerfüllung des öffentlichen Dienstes? Da liegt die Frage auf der Hand, was passiert eigentlich, wenn diese öffentlich Beschäftigten durch Digitalisierung, Algorithmen und künstliche Intelligenz ersetzt werden oder sich die Art und Weise der Ausübung ihrer Tätigkeit verändert?

Was begeistert dich im Themenfeld so richtig?

Mich begeistert, dass der Mensch trotz des Einsatzes immer ausgefeilterer digitaler Technologien immer Teil des Prozesses bleibt. Die Eigenheiten des menschlichen Gehirns und der menschlichen Psyche werden daher immer auch beeinflussen, wie Prozesse laufen und wie sie beurteilt werden. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Bedeutung von Verwaltungshandeln halte ich es für sehr wichtig, auch dort die (zwischen)menschlichen Auswirkungen der technologischen Entwicklung im Auge zu behalten.

Was frustriert dich bei der Digitalen Verwaltung?

Einerseits die Unübersichtlichkeit. Andererseits übersetzt sich diese in unzählige Fragestellungen, was die empirische Forscherin in mir glücklich macht.

Welcher popkulturelle Inhalt ist für dich eine innere Referenz für Digitale Verwaltung und warum?

Der Trekkie in mir liebt die Idee des stets perfekt informierten Bordcomputer, der selbst im allergrößten Chaos noch sprachgesteuert funktioniert.

Welche Frage würdest du den E-Government-Entscheider:innen unseres Landes gerne mal stellen?

Wie nehmen Sie die Bedürfnisse und die Ressourcen der Menschen in den Blick, die die neuen technologischen Systeme bedienen und nutzen (sollen)?

Welche „Maschine“ sollte unbedingt für digitale Verwaltung von morgen erfunden werden?

Eine Komplexitätsreduktionsmaschine. Sprachgesteuert.

Warum bist du bei N3GZ dabei?

Als Wissenschaftlerin halte ich es für wichtig nicht nur mit anderen Wissenschaftlern, sondern auch mit der (Verwaltungs)praxis in Kontakt zu sein, um die richtigen Fragen stellen zu können.

An welches schöne N3GZ-Erlebnis erinnerst du dich gerne?

Ich war erst einmal auf einem Workshop dabei. Ich fand den Austausch zwischen den Disziplinen sehr inspirierend.


Noch mehr erfahrt ihr über Christine auf ihrer persönlichen Webseite – oder ihr schreibt ihr einfach!

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